Der Ausschuss für Feuerschutz und Rettungswesen konnte gestern endlich wieder als Präsenzveranstaltung im Schützenhaus durchgeführt werden. An der Sitzung haben auch einige Kameraden der Feuerwehr teilgenommen, ging es doch im Wesentlichen darum, was aus der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Bendestorf wird. Wir haben beantragt, dass die Voraussetzungen für einen Neubau an der Kleckerwaldstraße geschaffen werden.

Zunächst berichtete der Samtgemeindebrandmeister Martin Ohl über die erschwerten Bedingungen für die Wehren in der Pandemiezeit. Der Feuerwehrdienst konnte nur eingeschränkt unter verschärften Hygienebedingungen durchgeführt werden. Der Aufwand für die Hygienemaßnahmen betrug mindestens € 15.000. Martin Ohl bittet um Erstattung dieser Kosten, weil hierfür andere Investitionen zurückgestellt werden mussten. Dann stellte der fürs Bauen zuständige Mitarbeiter in der Verwaltung, Herr Radde, die Ergebnisse zur Untersuchung der Machbarkeitsstudie am bestehenden Standort vor.

Erweiterung des FFW Gebäudes Bendestorf: Prüfung der Zu- und Abfahrtssituationen (c) SG jesteburg

Für eine Erweiterung gibt es große Probleme. Ein Begegnungsverkehr mit ausfahrenden Einsatzfahrzeugen ist nicht zulässig. Die Straße an den Fischteichen hat an der Stelle nicht die erforderliche Breite. Eine mögliche Lösung wäre der Grunderwerb einer Fläche die jetzt vom Freibad genutzt wird. Eine andere Möglichkeit wäre die jetzige Zufahrt zu nutzen, die dann jedoch für jeglichen anderen Verkehr – wie Besucher des Freibades, der Kita und der Anlieger – nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Auch dafür müssten umfangreiche Maßnahmen getroffen werden. Den Gesamtaufwand hierfür bezifferte Herr Radde mit ca. € 1.850.000. Für einen Neubau in vergleichbarer Größe müssen € 2.560.000 aufgebracht werden. Berücksichtigt man dann noch den möglichen Erlös in Höhe von ca. € 660.000 des jetzigen Standortes, war man sich einig, dass ein Anbau nicht sinnvoll sei.

Folgende Beschlüsse wurden dann einstimmig gefasst:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt in die Planung für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses an der Kreuzung Kleckerwaldstraße/L213 einzusteigen
  2. Die Architektenleistungen sind auszuschreiben.
  3. Bei der Gemeinde Bendestorf wird beantragt, im laufenden Verfahren zum Bebauungsplan Nr. 22 Kleckerwaldstraße die weitere Planung dahingehend vorzunehmen, die planungsrechtliche Voraussetzung für den Bau einer neuen Feuerwehr zu schaffen.

Geplant sind für den Neubau € 1.960.000.

Das Thema Neufassung der Feuerwehrsatzung wurde ebenso wie die Neufassung der Feuerwehrgebührensatzung erläutert. Beide Vorlagen wurden einstimmig beschlossen. Gegen 20.35 Uhr konnte der Vorsitzende die Versammlung schließen, alle Anwesenden konnten somit den Anpfiff des Fußballländerspiels mit verfolgen. Vor allem die Feuerwehrkameraden aus Bendestorf gingen zufrieden nach Hause, ist doch nun endlich nach langem Anlauf der Startschuss für einen zeitgemäßen Neubau gefallen.

Helmut Lüllau ist Ratsmitglied in Bendestorf und in der Samtgemeinde