Die SPD hat heute beantragt, den bereits lange gewünschten Kita-Neubau am “Seeveufer“ umzusetzen. „Warum wird der neue Kindergarten nicht zeitnah am alten Standort „Seeveufer“ zweistöckig neu gebaut?“, diese Frage stellte Nathalie Verheyden den Mitgliedern der SPD-Fraktion im Gemeinderat Jesteburg und formulierte damit die Sorgen vieler Eltern, die dringend einen Kita-Platz für Ihre Kleinkinder benötigen.

Nathalie Verheyden, Kandidatin der SPD für den Gemeinderat und Samtgemeinderat Jesteburg (Foto: T. Müller)

Nach bisheriger Beschlusslage will die Gemeinde Jesteburg am Schierhorner Weg eine neue Kindertagesstätte bauen, die im Plangebiet des neuen Bebauungsplanes „Seevekamp-Süd“ liegen soll. Das von der Gemeinde Jesteburg durchzuführende Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan befindet sich allerdings noch ganz am Anfang. Wegen ungeklärter städtebaulicher Fragen ist mit einem baldigen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Seevekamp-Süd“ – der Voraussetzung für den Neubau des Kindergartens am Schierhorner Weg wäre – jedoch nicht zu rechnen. Dabei drängt die Zeit, 16 Kindern konnte die Gemeinde Jesteburg – trotz Rechtsanspruch – keinen Kita-Platz anbieten. Deshalb müssen ohnehin Kindergarten-Container in der Nähe der Kindertagesstätte Seeveufer aufgestellt werden, und zwar auf dem zur Zeit unbebauten Grundstück Seeveufer 69 – 73.

Aufgrund dieser Ausgangslage ist jetzt die Idee entstanden, mit dem Kita-Neubau nicht bis zum Abschluss des Bauleitplanverfahren für den Bebauungsplan „Seevekamp-Süd“ zu warten, sondern am seit 50 Jahren etablierten Standort „Seeveufer“ eine neue zweistöckige Kindertagesstätte zu errichten. Den Vorschlag von Nathalie Verheyden haben wir aufgegriffen und einen entsprechenden Eilantrag für die Bauausschusssitzung am 8. September 2021 formuliert. Nach unseren Vorstellungen soll die Verwaltung beauftragt werden, mit den Planungen für den Neubau einer Kindertagesstätte am „Seeveufer“ zu beginnen. Es sollen zwei Alternativen geprüft werden. Bei der Alternative A wird auf dem zur Zeit unbebauten Grundstück Seeveufer 69 – 73 eine neue Kindertagesstätte in zweistöckiger Bauweise errichtet. Der Betrieb der Kindertagesstätte „Seeveufer“ wird bis zum Umzug in den Neubau im Bestandsgebäude fortgesetzt. Die bereits bestellten Kindergarten-Container werden im oder am Außengelände platziert. Außerdem sollte geprüft werden, ob die Straße „Seeveufer“ zwischen den Hausnummern 69 und 73 nach Süden verschwenkt werden kann, um das Grundstück zu vergrößern. Das bisherige Gebäude der Kindertagesstätte Seeveufer bleibt nach Fertigstellung des Neubaus als Raumreserve der Gemeinde Jesteburg erhalten.

Grundstück Seeveufer 69-73, auf dem eine neue zweistöckige Kindertagesstätte errichtet werden könnte (Foto: S. Ziegert)

Alternative B wäre der Abriss des Bestandsgebäudes der Kindertagesstätte Seeveufer und die Errichtung eines zweistöckigen Neubaus auf demselben Grundstück. Der laufende Betrieb der Kindertagesstätte Seeveufer würde während der Bauphase in einem Interimsgebäude fortgesetzt, das auf dem unbebauten Grundstück Seeveufer 69 – 73 in Containerbauweise errichtet wird. Nach Umzug in das neu errichtete zweistöckige Gebäude würden die Container wieder entfernt.
Der Vorteil eines Kita-Neubaus am Seeveufer ist, dass sich alle Grundstücke in der Verfügung der Gemeinde Jesteburg befinden und bereits mit Baurechten ausgestattet sind. Wenn die Realisierung möglich ist, favorisiert die SPD die Alternative A, weil der Betrieb der Kindertagesstätte Seeveufer während der Bauphase weitgehend ungestört weiterlaufen kann, die Interimskosten entfallen würden und die Gemeinde Jesteburg später das alte Kindergartengebäude als Raumreserve behält.

Cornelia Ziegert, SPD-Ratsfrau im Bauausschuss der Gemeinde Jesteburg (Foto: T. Müller)