Die SPD empfiehlt die Entwicklung eines „Zukunftspark Jesteburg“ für das ehemalige Reitplatzgelände.

Unser Konzept für das Gelände des ehemaligen Reitplatzes ist der „Zukunftspark Jesteburg“ für Wohnen, Arbeiten und Bildung. Hier sollen insbesondere Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche, wie z. B. die Ganztagsgrundschule Jesteburg und Erweiterungsbauten für eine integrierte Gesamtschule (IGS) Jesteburg entstehen.

Wohnungen für junge Erwachsene 

Außerdem sollten Wohnungen für junge Erwachsene, die eine duale Berufsausbildung absolvieren, gebaut werden. In Jesteburg gibt es rund 1.000 Arbeitsplätze in der Branche Krankenpflege und Altenpflege. Den Personalbedarf hierfür werden die Unternehmen nicht nur durch die Zuwanderung bereits ausgebildeter Pflegefachkräfte decken können, sondern es werden sicherlich auch Auszubildende im Ausland angeworben werden müssen, die ihre Ausbildung hier absolvieren. Ebenso verhält es sich bei den Auszubildenden für klimaschutzrelevante Handwerksberufe der Gebäudetechnik, auch hier kann der Personalbedarf der Betriebe, der in Zukunft noch deutlich steigen wird, nicht mehr durch einheimische ausbildungswillige Jugendliche gedeckt werden.

Deshalb werden ergänzend auch noch Räumlichkeiten für sozialpädagogische Betreuung, Sprachunterricht und Hausaufgabenhilfe benötigt. 

Das ehemalige Gelände des Reitvereins: sieht nach trister Herbststimmung aus – könnte aber Jesteburgs strahlendes Zukunftsprojekt werden!

Der Zukunftspark trägt langfristig zur Haushaltsstabilität bei

Nicht nur aus bildungs- und wirtschaftspolitischen, sondern vor allem auch aus finanzpolitischen Gründen sollte das ehemalige Reitplatzgelände mit den Schwerpunkten Wohnen, Arbeiten und Bildung in Eigenregie der Gemeinde Jesteburg entwickelt werden. Für die mittel- und langfristige Haushaltsstabilität der Gemeinde Jesteburg ist es wichtig, dass aus dem ehemaligen Reitplatzgelände dauerhaft Einnahmen wie Mieten oder Pachten erzielt werden, die nicht über Umlagen an die Samtgemeinde oder den Landkreis teilweise weitergegeben werden müssen. 

In die konzeptionellen Überlegungen für den „Zukunftspark Jesteburg“ sollten nach unseren Vorstellungen nicht nur das ehemalige Reitplatzgelände, sondern auch das benachbarte Grundstück der bisherigen Grundschule Jesteburg und das sogenannte „Zirkusgrundstück“ an der Schützenstraße einbezogen werden.

Unser Antrag im Bauausschuss 

Zur Einleitung des Planungsprozesses soll auf der nächsten Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Jesteburg erstmal die Durchführung vorbereitender Planungsmaßnahmen beschlossen werden.

Zum einen soll das Jesteburger Bauamt mit der Bauabteilung des Landkreises Harburg klären, welche baurechtlichen Vorschriften bei der Überplanung des Reitplatzgeländes anzuwenden sind, insbesondere ob die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist. Zum anderen sollen Angebote für Bodenproben zur Untersuchung des ehemaligen Reitplatzgeländes im Hinblick auf Altlasten eingeholt werden.

Mit unserem Antrag wollen wir erstmal klären, wieviel Netto-Baufläche auf dem ehemaligen Reitplatzgelände überhaupt zur Verfügung steht und auf welchen Zeithorizont die Gemeinde Jesteburg sich bei der Überplanung des ehemaligen Reitplatzgeländes einzustellen hat. Durch eine sachlich fundierte Herangehensweise wollen wir spätere Planungsverzögerungen vermeiden. 

Der Ausschuss für Bau und Planung der Gemeinde Jesteburg tagt öffentlich am 1. Dezember 2021 ab 19:00 Uhr im Schützenhaus „Am Alten Moor“.

Cornelia Ziegert ist Vorsitzende des Bauausschusses in der Gemeinde Jesteburg