Wahlkampf – Wahlsieg – Durchstarten. Unsere neue Samtgemeindebürgermeisterin macht sich an die Arbeit! Angelika Schiro hat mit Claudia von Ascheraden gesprochen.

Angelika Schiro: Frau von Ascheraden – wie geht es Ihnen so kurz nach der Wahl?

Claudia von Ascheraden: Es ist mir gelungen, den Schwung aus dem Wahlkampf mit ins Amt zu nehmen. Ich fühle mich voller Energie und bin sofort in die Arbeit eingestiegen!

AS: Was hat Sie am Wahlkampf am meisten beeindruckt oder überrascht?

CvA: Der große Zuspruch und der rege Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern trotz der Kontaktbeschränkungen haben mich beeindruckt. Am meisten überrascht hat mich die Unterstützeraktion mit den vielen Fotos von Menschen, die sich offen zu mir bekannt haben. Und natürlich das Wahlergebnis!

AS: Wie läuft die interne Staffelübergabe jetzt ganz praktisch?

CvA: Dadurch dass ich die Themen, das Team und die Strukturen kenne, gibt es keine „Schonzeit“. Ich starte direkt mit den Dingen, die anliegen und beginne, meine Ideen umzusetzen.

AS: Neben vielen strukturellen und organisatorischen Herausforderungen, die es sicher gibt – was sind die ersten inhaltlichen Themen, auf die Sie sich stürzen?

CvA: Tatsächlich habe ich sofort mit der internen Organisation begonnen. Ein Prozess, den ich bis zu den Kommunalwahlen abgeschlossen haben möchte, um gut aufgestellt mit den neuen Räten zusammenarbeiten zu können. Inhaltlich begleite ich die Themen, die derzeit in der Politik beraten werden. Das sind vor allem Diskussionen über die vor uns liegenden Investitionen, den Bahnhaltepunkt und die weiterführende Schule.

AS: Eines der wichtigen Themen in Jesteburg ist die Entwicklung der weiterführenden Schule- demnächst soll es möglich sein, Abitur in Jesteburg zu machen. Wie können Sie sich da einbringen?

CvA: Hier stehe ich derzeit in ständigem Austausch mit den Beteiligten. Ich habe dazu schon in den vergangenen Wochen Gespräche geführt, um mir ein Bild über die Möglichkeiten zu machen. Eine enge Abstimmung mit der Samtgemeinde Hanstedt ist mir dabei wichtig und natürlich die Meinung der Eltern. Entschieden wird im Landkreis, aber es wird mit Sicherheit eine klare Aussage der Samtgemeinde Jesteburg und von mir geben.

AS: Haben Sie Kontakt zu Ihrem Amtsvorgänger Hans-Heinrich Höper? Gibt es da einen Austausch?

CvA: Herr Höper hat mir im Rahmen seiner Glückwünsche an mich, Unterstützung zugesagt und wir haben uns bereits zu einem Gespräch zusammengefunden. Ein Austausch mit ihm ist mir ebenso wichtig wie der Austausch mit den Bürgermeisterkolleginnen und –kollegen. In deren Kreis bin ich sehr herzlich aufgenommen worden.

AS: Welche Unterstützung erwarten Sie sich von den politischen Gremien in den nächsten Monaten? – und grundsätzlich?

CvA: Ich wünsche mir eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Parteien in den politischen Gremien. Wenn wir es gemeinsam schaffen, die Themen – trotz des bevorstehenden Wahlkampfes – voranzubringen, dann haben wir alle gewonnen. Die beste Lösung für die Samtgemeinde Jesteburg und ihrer Bürger/innen zu finden, sollte Grundsatz aller auch kontrovers geführter Diskussionen sein.

AS: Wie ist die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter*innen? – Sie sind ja jetzt Chefin und nicht mehr Kollegin.

CvA: Das vertrauensvolle Miteinander ist da und wird bleiben. Ich bin bereits dabei, mit jedem/jeder einzeln zu sprechen. Dabei steht neben der Frage des zu bewältigenden Arbeitspensums der individuelle „Wohlfühlfaktor“ im Mittelpunkt. Nur in einem guten Arbeitsklima kann man sich und seine Fähigkeiten voll entfalten. Und das muss Ziel jedes guten, fürsorgenden Arbeitgebers sein.

AS: Vielen Dank für das Gespräch! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und freuen uns auf die Zusammenarbeit

Angelika Schiro ist Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat Jesteburg